So sieht es mit der privaten Verschuldung der Deutschen aus

Während die einen Statistiken von einer Wirtschafts-Konjunktur und einer Verringerung der Arbeitslosigkeit berichten, erzählen andere von einer hohem Pro-Kopf-Verschuldung der Deutschen. Im Jahr 2016 waren 2,05 Millionen Haushalte in Deutschland von Verschuldung betroffen: eine Zahl, die innerhalb von zehn Jahren um 25 % angestiegen war. Die Anzahl der verschuldeten Bürger steigerte sich von 2006 bis 2016 um 22,6 %. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das eine Steigerung von 3,4 auf 4,17 Millionen Verschuldeter.

Wesentliche Fakten zum Thema Verschuldung

Der Begriff Verschuldung gibt keine Auskunft über die Höhe der geschuldeten Geldbeträge oder über die Fähigkeit einer Person, diesen Verbindlichkeiten nachzukommen. Ganz anders sieht es mit der Überschuldung aus. Die Einkünfte überschuldeter Personen reichen in diesem Fall über einen längeren Zeitraum nicht aus, um ihren Verbindlichkeiten nachzukommen. Steigen diese infolge hoher Zinsen sprunghaft an, kommt eine Spirale finanzieller Not in Gang.

Ein Blick auf die Hintergründe der Überschuldung deutscher Bürger

Die Ursachen für eine Überschuldung sind vielfältig; sowohl wirtschaftliche wie private Faktoren spielen dabei eine große Rolle. Einer der Hauptgründe in Deutschland ist bei 20,20 % aller Fälle die Arbeitslosigkeit. Eine Erkrankung in Folge einer Sucht oder eines Unfalls steht mit 15,30 % an zweiter Stelle, gefolgt von einer Trennung oder dem Tod des Partners mit 12,80 %. Eine unwirtschaftliche Haushaltsführung oder eine gescheiterte Selbständigkeit führen jeweils bei 9,40 % und 9,30 % aller betroffenen Deutschen zur Überschuldung.

Die Verteilung der Verschuldung nach Alter und Geschlecht

Vergleicht man den Anteil und die Höhe der Pro-Kopf-Verschuldung von Männern und Frauen, liegen die Männer deutlich vorne: 12,72 % der Männer sind durchschnittlich mit 35.200,- Euro verschuldet; 7,61 % der Frauen im Schnitt im 24.700,- Euro. Mit einem Anteil von 18,93 % betrifft die Verschuldung die Gruppe der 30- bis 39-jährigen Deutschen am stärksten.

Die Spirale der Verschuldung

Diese beginnt oftmals, indem der Überziehungs-Rahmen des Kontos ausgeschöpft wird. Viele übersehen dabei, dass es sich beim Dispo-Kredit ebenfalls um einen Kredit handelt – und um einen teuren noch dazu.

Die Überziehungs-Zinsen im europaweiten Vergleich

[p]Denn die Überziehungs-Zinsen sind weit höher, als die anderer Kreditformen. Sie liegen in Deutschland durchschnittlich bei 8,61 %. In der Eurozone liegen Griechenland, Belgien und Finnland mit je 8,07 %, 7,72 % und 6,29 % darunter. Der Spitzenreiter ist Lettland mit Überziehungs-Zinsen von 21,8 %, gefolgt von Estland mit 16,31 %, der Slowakei mit 14,18 %, Portugal mit 13,83 %, Spanien mit 10,87 % und Irland mit 10,66 %.[/p] 

Ein Darlehen als Weg aus der Überschuldung

Wer ein Darlehen online aufnehmen will, setzt den ersten Schritt aus der Schuldenfalle teurer Dispo-Kredite. Vergleicht man die Entwicklung der Überziehungs-Zinsen mit denen der Ratenkredit-Zinsen von 2003 bis 2017, wird schnell klar: Letztere wurden innerhalb von 14 Jahren stetig günstiger und betragen heute rund die Hälfte der Überziehungs-Zinsen.

Von |2019-02-10T15:34:46+00:00Februar 10th, 2019|Allgemein, Finanzierung, Ratgeber|0 Kommentare

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