Änderungen ab 2016 rund ums Thema „Geld“

es lohnt sich, rechtzeitig einen Blick auf die wichtigsten Änderungen für das Jahr 2016 rund um Finanzen, Steuern und Versicherungen zu werfen! In manchen Fällen spart Ihnen das sogar bares Geld und in jedem Fall eine Menge bürokratischen Ärger zum Jahresanfang.

Zweite Identifikationsnummer für Kindergeld

Wer Kindergeld beantragt, muss ab dem 1. Januar 2016 zwei steuerliche Identifikationsnummern vorlegen, die eigene und die des Kindes. Laut einer Pressemeldung des Bundeszentralamts für Steuern werden die bereits laufenden Zahlungen jedoch nicht eingestellt, sollte ab Januar 2016 die zweite Nummer noch nicht vorliegen. Es sei ausreichend, die Steuer-ID des Kindes im Laufe des Jahres 2016 nachzureichen.

Anfang 2016 steigt das Kindergeld noch einmal um zwei Euro pro Monat, sodass es nun je 190 Euro für das erste und zweite Kind, 196 Euro für das dritte und ab dem vierten Kind 221 Euro gibt. Auch der Kinderzuschlag für bedürftige Familien steigt zum 1. Januar um 20 Euro auf 160 Euro.

Freistellungsauftrag nur mit Identifikationsnummer gültig

Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Kapitalerträge bis  801 Euro von der Kapitalertragssteuer befreit.

Ab dem 1. Januar 2016 dürfen Finanzinstitute einen Freistellungsauftrag nur noch berücksichtigen, wenn gleichzeitig die steuerliche Identifikationsnummer vorliegt. Seit 2011 können neue Aufträge nur noch mit Identifikationsnummer beantragt werden. Ist Ihr Freistellungsauftrag älter, müssen Sie nun die Steuer-ID nachreichen.

IBAN löst Kontonummer und Bankleitzahl ab

 Ab Februar 2016 endet die Übergangsfrist und gültig ist allein die IBAN (International Bank Account Number). In Deutschland setzt sich der IBAN Code folgendermaßen zusammen:

DE + (zweistellige Prüfziffer) + (Ihre Bankleitzahl) + (Ihre Kontonummer) = IBAN

Sollte Ihre Kontonummer weniger als zehn Ziffern umfassen, werden ihr so viele Nullen vorangestellt, bis zehn Ziffern erreicht sind.

Steuerliche Entlastung bei Rürup-Rente steigt

Wer in eine Rürup-Rente einzahlt, freut sich jedes Jahr über eine steigende steuerliche Entlastung. 2016 können 82 Prozent der Aufwendungen als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Ab 2025 können Sie dann 100 Prozent ihrer Zahlungen in die Rürup-Rente von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen.

Steigender Grund- und Kinderfreibetrag

Mit dem Jahreswechsel 2015/2016 steigen sowohl der Grund- als auch der Kinderfreibetrag. Der Grundfreibetrag legt um 180 Euro von 8.472 Euro im Jahr 2015 auf 8.652 Euro ab 2016 zu. Für Ehepartner steigt der Grundfreibetrag um 360 Euro auf 17.304 Euro. Der Grundfreibetrag markiert das Existenzminimum. Erst Einkommen, die über dieser Marke liegen, müssen versteuert werden.

Der Kinderfreibetrag erhöht sich um 96 Euro auf 7.248 Euro für beide Elternteile. Leben die Eltern getrennt, vermindert sich die Steuerlast beider Parteien zu gleichen Teilen.

 

Von |2017-02-26T13:59:39+00:00Dezember 23rd, 2015|Allgemein, Geldanlage, Ratgeber, Steuer, Versicherung|0 Kommentare

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